Ausgangslage
Baukastensysteme mit vorgefertigten Themes, die nicht oder kaum anpassbar sind, wirken auf den ersten Blick attraktiv. Sie versprechen eine fertige Website in wenigen Stunden, zu geringen Kosten und ohne technisches Vorwissen. Wer rechnet, kommt schnell zum Schluss: Selber machen spart Geld.
Diese Rechnung greift zu kurz. Sie berücksichtigt weder den tatsächlichen Zeitaufwand noch die Folgekosten einer Website, die ihren Zweck nicht erfüllt.
Der unterschätzte Zeitaufwand
Eine Website besteht nicht nur aus Design. Sie besteht aus Struktur, Inhalten, technischer Konfiguration, Suchmaschinenoptimierung, rechtlichen Pflichtangaben und laufendem Unterhalt.
Ein durchschnittlicher Eigenbau dauert zwischen 80 und 200 Stunden. Diese Zeit fehlt im Tagesgeschäft. Wer einen Stundensatz von 60 bis 110 Franken hat, investiert real zwischen 4'800 und 22'000 Franken Eigenleistung. Sichtbar wird dieser Betrag nirgends, weil er nicht in Rechnung gestellt wird.
Die Lücke zwischen Vorlage und Ergebnis
Nicht veränderbare oder anpassbare Templates sind für die Masse gemacht. Sie sind funktional, aber austauschbar. Alles fühlt sich gleich an. Wer eine Vorlage übernimmt, übernimmt auch deren Schwächen: generische Strukturen, überladene Startseiten, beliebige Bildsprache.
Das Ergebnis sieht aus wie tausend andere Websites. Für den Besucher entsteht kein klares Bild, was das Unternehmen vom Mitbewerb unterscheidet. Genau das ist aber die zentrale Aufgabe einer Website.
Technische Mängel mit Folgen
Ladegeschwindigkeit, mobile Darstellung, sauberer Code und korrekte Meta-Daten entscheiden darüber, wie eine Website in Suchmaschinen gefunden wird.
Eine Website, die in den Suchergebnissen auf Seite drei landet, erzeugt keine Anfragen. Der Aufwand für die Erstellung ist dann zwar gering, der Nutzen aber ebenfalls. Und somit ist das ganze Ziel komplett verfehlt.
Rechtliche Risiken
Datenschutzerklärung, Impressum, Cookie-Banner, korrekte Einbindung von Drittanbietern wie Google Fonts oder Analytics: Die Anforderungen sind in der Schweiz mit dem revidierten DSG und in der EU mit der DSGVO klar definiert. Fehler führen zu Abmahnungen und Bussen.
Wer ohne juristische Grundkenntnisse eine Website veröffentlicht, geht ein finanzielles Risiko ein, das die ursprüngliche Ersparnis schnell übersteigt.
Inhalte sind die eigentliche Arbeit
Die meisten Eigenbau-Websites scheitern nicht am Design, sondern am Text. Wer schreibt klar, kurz und auf den Punkt? Wer formuliert Angebote so, dass der Besucher sie versteht und handelt?
Texten ist ein eigenes Handwerk. Es lässt sich nicht durch ein Template ersetzen. Eine technisch saubere Website mit schwachen Texten erzeugt keine Kunden. Wer nicht für den Kunden textet, textet komplett falsch.
Wartung und Weiterentwicklung
Eine Website ist nicht fertig, wenn sie online ist. Plugins müssen aktualisiert, Sicherheitslücken geschlossen, Inhalte gepflegt und Daten ausgewertet werden. Wer das vernachlässigt, riskiert Ausfälle, gehackte Seiten und veraltete Informationen.
Im Eigenbau wird dieser Aufwand selten eingeplant. Die Website verliert über die Monate an Substanz, bis sie irgendwann komplett überarbeitet werden muss.
Wann der Eigenbau funktioniert
Es gibt Fälle, in denen ein Eigenbau sinnvoll ist: einfache Visitenkarten-Websites, persönliche Projekte, Vereine mit klarem Auftritt und sehr geringem Anspruch. Wer keine Kunden über die Website gewinnen will, kommt mit einem starren Baukasten weit.
Sobald die Website Anfragen, Verkäufe oder Bewerbungen generieren soll, ändert sich die Anforderung. Dann zählt jedes Detail: Struktur, Geschwindigkeit, Klarheit, Vertrauen.
Abgrenzung
Die Trennlinie zwischen CMS und Baukasten ist nicht immer eindeutig. WordPress.org gilt als CMS, wird aber durch Page-Builder zunehmend baukastenähnlich genutzt. Entscheidend ist nicht der Name, sondern die Arbeitsweise: Ein reines CMS verlangt eine bewusste Trennung von Inhalt, Template und Code.
Eine professionell erstellte Website kostet je nach Umfang zwischen 800 und 8‘000 Franken und mehr. Im Eigenbau entstehen direkte Kosten von 600 bis 2'500 Franken pro Jahr für Hosting, Domain und Tools.
Die Differenz wirkt gross. Sie wird kleiner, sobald man die eigene Arbeitszeit, entgangene Aufträge durch schlechte Auffindbarkeit und spätere, unvermeidbare Korrekturen einrechnet. In sehr vielen Fällen ist der Eigenbau am Ende teurer als die professionelle Lösung von Anfang an.
Wie Webdesign-ZO arbeitet
Als Grundlage unserer Websites dient ein Content-Management-System auf Basis des Matrix-Frameworks. Sämtliche Elemente einer Seite – Layout, Schriften, Farben, Abstände, Bildbereiche und Interaktionselemente – sind darin vollständig veränderbar. Jede Seite wird stattdessen auf Ebene des CSS-Codes aufgebaut und angepasst. Wer mit Matrix arbeitet, muss CSS verstehen; ohne diese Kenntnis lassen sich weder gestalterische noch strukturelle Änderungen umsetzen. Diese Arbeitsweise erfordert mehr Aufwand als der Einsatz von Baukastensystemen, ermöglicht im Gegenzug aber die Kontrolle über jedes Detail der Darstellung und des Verhaltens einer Website. Pflege und Weiterentwicklung übernimmt Webdesign-ZO, dadurch bleibt die Substanz erhalten.