Vorschau
Eine Website wird oft mit einem Layout verwechselt. Sie soll schön aussehen, übersichtlich sein und einen guten Eindruck machen. Das genügt nicht. Eine Website ist kein Bild und keine digitale Broschüre. Sie ist eine Funktion. Sie hat eine Aufgabe und muss diese Aufgabe erfüllen. Der Besucher kommt mit einer Absicht und soll sein Ziel erreichen. Dafür braucht es mehr als Gestaltung. Es braucht Struktur, Technik und Planung. Warum diese Arbeit einen Webdesigner verlangt, erklärt dieser Beitrag.
Eine Website ist eine Funktion
Was eine Website im Kern leisten muss und warum sie mehr ist als ihre Oberfläche.
Eine Website hat eine Aufgabe. Sie soll etwas bewirken. Der Besucher kommt mit einer Absicht. Er sucht eine Information, will Kontakt aufnehmen oder etwas kaufen. Die Website führt ihn zu diesem Ziel. Das ist ihre Funktion.
Ein Layout ist die sichtbare Oberfläche. Es ordnet Texte, Bilder und Farben an. Das Layout bestimmt, wie eine Seite aussieht. Es bestimmt nicht, ob sie funktioniert. Eine Seite kann gut aussehen und trotzdem nichts leisten. Sie kann einfach aussehen und trotzdem genau das tun, was sie soll.
Wer eine Website nur als Layout plant, baut eine Oberfläche ohne Aufgabe. Sie sieht aus wie eine Website. Sie wirkt aber nicht. Erst die Funktion macht aus der Oberfläche eine Website, die arbeitet.
Der Unterschied zwischen Layout und Funktion
Wo das Aussehen einer Seite endet und ihre Aufgabe beginnt.
Das Layout beantwortet die Frage, wie eine Seite aussieht. Die Funktion beantwortet die Frage, was eine Seite tut. Beides gehört zusammen. Beides ist aber nicht dasselbe.
Eine Funktion ist messbar. Sie sehen, ob der Besucher den Weg findet. Sie sehen, wo er abbricht. Sie sehen, ob er das Formular ausfüllt oder die Seite verlässt. Ein Layout lässt sich nicht messen. Es gefällt oder es gefällt nicht. Geschmack ist kein Massstab.
Eine Website wird über ihre Funktion bewertet, nicht über ihr Aussehen. Die Frage ist nicht, ob die Seite schön ist. Die Frage ist, ob die Seite arbeitet.
Warum eine Website keine Broschüre ist
Weshalb sich ein aktives Medium nicht mit einem gedruckten Prospekt vergleichen lässt.
Eine Broschüre ist fertig, sobald sie gedruckt ist. Sie verändert sich nicht. Niemand misst sie, niemand erweitert sie. Eine Website ist nie fertig. Sie wird gepflegt, sie wird angepasst, sie reagiert.
Eine Broschüre kennt eine Richtung. Sie sendet, der Leser empfängt. Eine Website ist beidseitig. Der Besucher klickt, sucht, füllt aus, kauft. Die Seite antwortet. Diese Interaktion gibt es im Druck nicht.
Eine Broschüre wird einmal gestaltet und bleibt gleich. Eine Website muss laufend angepasst werden. Inhalte ändern sich. Technik ändert sich. Anforderungen ändern sich. Wer eine Website wie eine Broschüre behandelt, baut sie einmal und lässt sie veralten. Eine veraltete Seite verliert Sichtbarkeit und Vertrauen.
Was ein Webdesigner tatsächlich macht
Welche Arbeit hinter einer funktionierenden Website steckt und über die Gestaltung hinausgeht.
Ein Webdesigner gestaltet nicht nur Bilder und Farben. Er baut Struktur. Er entscheidet, welche Inhalte auf welche Seite gehören. Er legt fest, wie der Besucher von der Startseite zum Ziel kommt. Diese Wege sind die eigentliche Arbeit.
Ein Webdesigner denkt an die Technik. Eine Seite muss schnell laden. Sie muss auf dem Handy funktionieren. Sie muss von Suchmaschinen gelesen werden können. Diese Anforderungen sieht der Besucher nicht. Er merkt sie nur, wenn sie fehlen.
Ein Webdesigner denkt an das Ziel. Jede Seite hat eine Aufgabe. Der Designer richtet die Seite auf diese Aufgabe aus. Er entfernt, was ablenkt. Er betont, was zum Ziel führt. Das ist mehr als Gestaltung. Das ist Planung.
Wir gestalten Websites seit 1997. Wir kennen den Unterschied zwischen einer Seite, die gut aussieht, und einer Seite, die funktioniert. Erst beides zusammen ergibt eine brauchbare Website.
Technische Anforderungen, die man nicht sieht
Welche unsichtbaren Grundlagen über Sichtbarkeit und Erfolg einer Website entscheiden.
Eine Website besteht aus mehr als dem sichtbaren Teil. Im Hintergrund läuft Technik, die über den Erfolg entscheidet.
Die Ladezeit ist ein Beispiel. Eine langsame Seite verliert Besucher, bevor sie etwas gesehen haben. Wenige Sekunden entscheiden. Wer zu lange wartet, klickt weg.
Die mobile Darstellung ist ein zweites Beispiel. Die meisten Besucher kommen über das Handy. Eine Seite, die nur am Computer funktioniert, verliert diese Besucher. Die mobile Ansicht ist keine Variante. Sie ist der Normalfall.
Die Lesbarkeit für Suchmaschinen ist ein drittes Beispiel. Eine Seite, die Google nicht versteht, wird nicht gefunden. Struktur, Überschriften und Code entscheiden darüber. Diese Arbeit ist unsichtbar, aber notwendig.
In der Schweiz kommen rechtliche Anforderungen dazu. Das revidierte Datenschutzgesetz stellt Bedingungen an jede Website. Wer diese Bedingungen nicht erfüllt, geht ein Risiko ein. Auch das gehört zur Funktion einer Website.
Eine Website muss arbeiten
Woran sich der Wert einer Website bemisst.
Eine Website hat einen Zweck. Sie soll Kontakte bringen, Verkäufe auslösen oder Informationen liefern. Der Wert einer Website bemisst sich an diesem Zweck, nicht an ihrer Optik.
Eine Seite, die niemand findet, hat keinen Wert. Eine Seite, die schön ist, aber niemanden zum Handeln bringt, hat keinen Wert. Erst die Funktion macht aus einer Seite ein Werkzeug.
Ein Werkzeug wird danach beurteilt, ob es seine Aufgabe erfüllt. Bei einer Website ist es nicht anders. Sie ist gut, wenn sie arbeitet.